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Der Zweifamilienurlaub

von Michael Brett

Presseecho

Komödie voller Turbulenz

Vor ungefähr einem Jahr gründete der Breiniger Eifel- und Heimatverein eine Wanderjugendabteilung, deren Tätigkeitsfeld sich nicht nur auf das Wandern beschränken sollte. Aus dieser Gruppe der Heimatfreunde rekrutierte sich eine Theater-Laienspielgruppe. Am Wochenende präsentierten sich die jungen Leute erstmals auf der Bühne.

In der gut besuchten Mehrzweckhalle wurde die Komödie "Der Zweifamilienurlaub" in drei Akten von Michael Brett aufgeführt. Über Monate hinweg hatten sich die Jugendlichen unter der Leitung von Heinz Milcher auf diesen Abend vorbereitet und dabei einen beachtlichen Teil ihrer Freizeit für diese reizvolle Aufgabe geopfert. Dieses "Opfer" - das sei vorweggenommen - hat sich gelohnt.

Der Vorsitzende des Eifel- und Heimatvereins, Dr. Hans Klein, konnte unter den zahlreichen Ehrengästen auch den Schatzmeister des Eifelvereins, Professor Thielen, begrüßen. Ehe sich der Vorhang für die auf ihren ersten Auftritt fiebernden Schauspieler hob, wies der Vorsitzende die gespannten Zuhörer darauf hin, das Geschehen auf der Bühne zwar mit kritischen Augen zu betrachten, sich jedoch darüber bewußt zu sein, daß hier keine professionelle Gruppe auftrete, sondern eine sicherlich recht motivierte Schar junger Laienschauspielerinnen und -spieler, deren Tun die vollste Anerkennung verdiene.

Kaum war die Bühne für die Akteure frei, sprang der Funke zum Publikum über. Man merkte sofort, mit wieviel Freude und Liebe zum Detail sich das Ensemble auf diesen Auftritt vorbereitet hatte. Jede(r) einzelne verfügt zweifellos über schauspielerische Talente, die der Regisseur Heinz Milcher ins rechte Licht zu setzen wußte. Die Gruppe hatte sich eine recht turbulente Komödie ausgesucht, die Rollen verlangten Darstellungen von einer etwas überspannten Ehefrau bis zur unverstandenen "pubertierenden" Tochter. Alle Darsteller hatten sich in ihre Rolle gut eingefunden. Obschon sie bei den lustigen Passagen, die sich in diesem Stück häuften, hin und wieder über sich selbst lachen mußten, verloren sie doch nie den roten Faden.

Begeistert ging das Publikum mit und spendete häufig Szenenapplaus. Mit Stefan Milcher, Claudia Tazel, Arndt Welge, Maria Barrientos, Bernd Wild, Andrea Milcher und Kristina Kaiser hat sich eine Gruppe gebildet, die offensichtlich Freude und Können für dieses Metier mitbringt.

Man darf sich jetzt schon auf einen weiteren Auftritt dieser Gruppe freuen. Der Eifel- und Heimatverein Breinig hat mit diesem Abend eine lobenswerte Bereicherung des kulturellen Lebens in Breinig geschaffen. (Stolberger Volkszeitung vom November 1988)


Wanderjugend traf mit der Premiere "ins Schwarze"

Stolberg-Breinig. - Eine schönere Premiere konnten sich die Laienschauspieler der Theatergruppe der Deutschen Wanderjugend Breinig am Samstag abend in der Mehrzweckhalle nicht wünschen: Der Applaus des Publikums war Bestätigung genug für die Akteure der noch jungen Theatergruppe, daß man mit dem Lustspiel einen wahren komödiantischen "Volltreffer" gelandet hatte. Doch es lag nicht nur an dem ergötzlichen Klamauk, ohne die gekonnte Darstellungskunst der Schauspieler wäre dieser Erfolg nicht denkbar gewesen.

Der Titel des Stückes "Zweifamilienurlaub" ist schon bezeichnend für den lustigen Inhalt, der im übrigen aus der Feder des Amerikaners Miles Tripp stammt. Im Mittelpunkt des von Regisseur Heinz Milcher einstudierten Drei-Akters standen zwei Familien, die gemeinsam in einem Bungalow Urlaub machen oder besser machen müssen, da das Reisebüro keine andere Unterbringungsmöglichkeit finden konnte. Zwischen der progressiv und der eher altmodisch eingestellten Familie kommt es zwangsläufig zu Streitigkeiten.

Der Anlaß ist so simpel wie lustig: Die Putzfrau kommt nicht, aber niemand möchte deren Arbeit übernehmen. Um das "Chaos" der unterhaltsamen Dramatik noch zu krönen, kommt das, was zwangsläufig kommen mußte: Der Sohn der progressiven Familie verliebt sich in die Tochter der anderen Familie. Der Vater des Mädchens indes erscheint volltrunken im Bungalow und streitet sich mit seiner Frau, was diese einem Nervenzusammenbruch nahe bringt, da ihr Gatte ansonsten nie zur "Flasche" greift und sich stattdessen unterwürfig unter ihre Pantoffel begibt.

Ihren Höhepunkt erreichen die Zwistigkeiten schließlich, als das junge Liebespaar reißaus nimmt. Damit wird aber zugleich die große Versöhnung zwischen den "Streithähnen" eingeläutet. Sogar der gebeutelte Ehemann probt zuguterletzt den erfolgreichen Aufstand gegen seine despotische Frau. Die 300 Zuschauer hatten ihre Freude und belohnten die Darsteller mit starkem Applaus.

Wie kommt die Wanderjugend zum Theaterspiel? Willi Thiesen, der Jugendwart der erst t986 gegründeten Wanderjugend Breinig, hat die Erklärung für die weitergehenden Ambitionen des Vereins: "Zu der Wandergruppe kamen schon bald ein Tanzkränzchen, ein gemischter Chor und dann die Theatergruppe hinzu." Das Ziel ist klar: Auf diese Weise soll der Nachwuchs des Eifel- und Wandervereins sichergestellt werden. (Stolberger Nachrichten vom 8. November 1988)

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