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Das Haus in Montevideo

von Curt Goetz

Besetzung

Presse-Echo


Besetzung

Prof. Traugott Nägler: Marco Schüller
Marianne, seine Frau: Karla Preckel
Atlanta: Franziska Fellerhoff
Parsifal: Lukas Schwaderlapp
Wotan: Felix Reinartz
Fricka: Marie Vanderheiden
Freya: Marie-Sophie Creutz
Fafner: Jan Vanderheiden
Fasolda: Anna-Lena Creutz
Oktavia: Anna-Lena Reinartz
Nona: Jana Jansen
Decima: Antonia Schwaderlapp
Lohengrina: Nina Jansen
Ultimo: Sebastian Ostlender
Pastor Riesling: Clemens Bauer
Martha, eine Magd: Katrin Freialdenhoven
Herbert Kraft: Christian Pfaff
Bürgermeister: Heinz Milcher
Madame de la Roco: Birgitta Koke
Belinda: Anna Schleich
Carmencita: Cornelia Kontny
Dolores: Katrin Freialdenhoven
Raquel: Sarah Jansen
Ricardo Cortez, Anwalt: Uli Pfaff
Briefträger: Lukas Schwaderlapp
 
Bühnenbild: Josef Milcher
Willi Savelsberg
Bühnenbau: Josef Kehren
Willi Savelsberg
Josef Wolf
Maske: Ute von Drathen
Margret Freialdenhoven
  Gabi Schön
Petra Thelen
Technik: Clemens Bauer
Annette Dohmen
Thorsten Schön
Stefan Thum
Ausstattung: Gabi Schön
 
Schneidern: Gertrud Lützeler
Plakat, Programmheft: Elisabeth Berner
Souffleuse Angela Redeker
Regie, Gesamtleitung: Heinz Milcher


Presseecho

"Haus in Montevideo" der Theatergruppe Applaus begeistert

Stolberg. Professor Traugott Nägler (Marco Schüller) ist glücklich mit seiner großen Familie, seiner Frau (Karla Preckel) und zwölf Kindern. In seiner Familie hält er ein strenges Regiment, denn Zucht und Ordnung müssen sein in so einer großen Familie, findet er.

Und so müssen die Kinder stets gehorchen und sich gar für die angemessene Strafe, die er ihnen zuteilt, bedanken. Grandios in Szene gesetzt wird das Theaterstück "Das Haus in Montevideo" von der Theatergruppe Applaus des Heimat- und Eifelvereins Breinig.

Auf der Bühne des Kulturzentrums Frankental wird so die Welt des Prof. Nägler und seiner Familie lebendig.

So streng der Patriarch mit sich und seiner Familie umgeht, urteilte er einst auch über seine Schwester. Diese war mit 17 Jahren unverheiratet schwanger geworden.

Dieser Zustand schien dem Professor unhaltbar und er verstieß seine Schwester aus der Familie. Inzwischen ist seine eigene älteste Tochter Atlanta (Franziska Fellerhoff) im heiratsfähigen Alter und wird deshalb von ihrem Vater mit Argusaugen bewacht.

Da bringt der befreundete Pastor eine erstaunliche Nachricht: Statt ihre Familie zu enterben, hat die inzwischen verstorbene Schwester der jungen Atlanta eine Erbschaft hinterlassen. Um die Erbschaft anzutreten, müssen Vater, Tochter und Pastor in den sonnigen Süden nach Montevideo reisen, wo die Schwester lebte.

Doch die gute Nachricht von der Erbschaft hat ihre Tücken, wie die Beteiligten, besonders der Professor bald mit Schrecken feststellen muss. Nicht nur, dass er das geerbte Haus zunächst für ein Freudenhaus hält.

Es stellt sich auch heraus, dass die "Anstalt" bis zur Volljährigkeit Atlantas weiter betrieben werden muss. Der Pastor findet schließlich heraus, dass es sich bei dem "Etablissement" um eine Versorgungsstätte für heimatlose junge Mädchen zwischen 16 und 21 Jahren handelt.

Die Schwester, die aus zunächst unerfindlichen Gründen reich geworden war, hatte diese aus ihrer eigenen schlechten Erfahrung heraus gegründet. Die Überraschungen nehmen kein Ende für die Familie, denn plötzlich erfahren sie, dass die Erbtante die berühmte Sängerin Maria Marchado war.

Mehrere Hunderttausend Mark

Schließlich kommt der perfide Plan hinter der Erbschaft zu Tage: Atlanta kann mehrere Hunderttausend Mark erben, wenn sie bis zum nächsten Sommer ein uneheliches Kind bekommt. Sollte dies nicht der Fall sein, fällt das Geld wohltätigen Zwecken zu. Der Professor ist verzweifelt und weiß keinen Rat. Soll er seine Tochter opfern, um den anderen Kindern ein gutes Leben zu ermöglichen? Zum Glück gibt es auch noch Herbert Kraft, einen jungen Ingenieur, der Atlanta heiraten möchte. Er reist ihr sogar nach Montevideo nach, um um ihre Hand anzuhalten. Der Professor schöpft neuen Mut. Warum nicht Suppe und Nachtisch vertauschen, findet er. Herbert könnte doch dafür sorgen, dass Atlanta ein Kind gebärt und sie danach immer noch heiraten.

Was seine Frau von dem Plan hält und besonders, ob seine Tochter sich darauf einlässt, soll noch nicht verraten werden. Denn das spannende und lustige Stück über Moral, Geld und Liebe der Theatergruppe Applaus ist noch zweimal zu sehen.

Wie Profis spielen die Leihendarsteller dieses Stück, das sowohl schauspielerisch als auch sprachlich sehr Anspruchsvoll ist.

Auch den kleinen Schauspielern gilt ein großes Lob, denn sie spielen mit ebenso viel Hingabe und Professionalität wie die großen Darsteller. (Stolberger Zeitung vom 25.03.2009)

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