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Keine Leiche ohne Lilly

Kriminalkomödie in drei Akten von Jack Popplewell

Besetzung Presse-Echo

Besetzung

Lilly: Uschi Faust
Oberinspektor Becker: Clemens Bauer
Kriminalass. Goddard: Ansgar Haller
Richard Marschall: Andreas Koke
Claire, seine Frau: Claudia Braun
Robert Westermann: Lukas Rößeler
Marion Selby: Birgitta Koke
Vicky Reinartz: Claudia Thönnißen
 
Spielleitung: Heinz Milcher
Bühnenbild: Helmut Grosser
Bühnenaufbau: Albert Lützeler
Willi Thiesen
Maske: Monika Thum
Souffleuse: Kathi Milcher

Presseecho

Beifallsstürme für die Mimen von Applaus

Ohne Lilly läuft im Hochhaus am Ring nichts. Als "Reinigungsinspektorin" bekommt sie alles mit, was sich in Richard Marschalls Büro abspielt. Sie weiß, welche Angestellten ein inniges Verhältnis miteinander haben, sie hat durch Zufall erfahren, was der Chef so alles in seinem Schreibtisch verborgen hat, und kennt jeden Charakterzug der Mitarbeiter. Doch daß sie mithelfen würde, einen Kriminalfall aufzuklären, hat sie sich nicht träumen lassen.

Die Breiniger Laienschauspielgruppe "Applaus" erfüllte ihr am Samstagabend diesen "Traum", als sie das Theaterstück "Keine Leiche ohne Lilly" von Jack Popplewell inszenierte. Die Putzfrau Lilly entdeckt bei ihrer Arbeit eine Leiche, die im Büro von Richard Marschall liegt. Sie benachrichtigt die Polizei, die kurz darauf in Person des Kriminalassistenten Goddard (Ansgar Haller) und Oberinspektor Becker (Clemens Bauer) eintrifft. Stark verschnupft und dementsprechend mißmutig nimmt Letzterer, die Ermittlungen auf, die durch zwei Punkte eine gewisse Besonderheit erlangen: Lilly (Uschi Faust) ist seine alte Jugendbekanntschaft, und die von ihr gemeldete Leiche ist plötzlich verschwunden . . .

Das Verhör der Büroangestellten Marion Selby (Birgitta Koke), Vicky Reinartz (Claudia Thönnißen) und Robert Westermann (Lukas Rößeler) verläuft ergebnislos, und die ständig anwesende Lilly bringt den Oberkommissar durch ihr Verhalten zur Raserei: "Nennen Sie mich in der Öffentlichkeit bitte nicht 'Willi'!" Die Antwort lautet: "Was soll ich denn sagen, 'Schnucki' vielleicht?"

Als der totgeglaubte Chef schließlich in seinem Büro erscheint, würde Willi Becker die Ermittlungen gerne einstellen, doch die Blutspuren auf einem Stuhl zeigen, daß Lilly doch keinem Hirngespinst erlegen ist. Die Blutgruppe stimmt nämlich mit der eines Toten überein, der kurz darauf am Rursee gefunden wird. Dieser Hinweis bringt den Oberkommissar natürlich entscheidend weiter, aber Lilly erschwert seine Arbeit durch ihre Redseligkeit: "Wenn ich möchte, daß etwas an die Öffentlichkeit gelangt, dann wende ich mich an die Stolberger Nachrichten und nicht an eine Putzfrau!"

Auf der Suche nach dem Mörder der Rursee-Leiche, die in Richard Marschalls Büro getötet wurde, bekommt Willi Becker durch Lilly Konkurrenz, die sicher ist, den Mörder zu kennen: "Ich spüre, daß Robert Westermann der Täter ist." Am Ende sollte sie Recht behalten. Robert Westermann wollte durch den Mord seinen Chef in Verdacht bringen und ihn so aus dem Weg schaffen, damit der Beziehung zu dessen Frau Claire (Claudia Braun) nichts mehr im Wege steht.

Der Ehemann bedankt sich bei der findigen Putzfrau, die maßgeblich zur Aufklärung des Falles beigetragen hat, indem er sie zur stillen Teilhaberin an seiner Firma macht. Oberkommissar Becker quittiert dies mit dem Worten "Still? Das schafft die nie!"

Das Publikum in der Breiniger Mehrzweckhalle belohnte die Darsteller von "Applaus" standesgemäß mit besonderem Applaus. (Stolberger Nachrichten vom November 1991)


Breiniger "Applaus-Ensemble" wußte zu gefallen

Lilly löst den Fall allein. Lilly, die Putzfrau, zeigt dem Inspektor, wo's lang geht, und behält nicht nur am Ende so manchen Wortgefechts die Oberhand. "Keine Leiche ohne Lilly" hieß die Kriminalkomödie in drei Akten von Jack Popplewell, mit der das "Applaus"-Ensemble am Samstag abend das Publikum in der Breiniger Mehrzweckhalle begeisterte. Die Geschichte um die Putzfrau Lilly - mitreißend gespielt von Uschi Faust - beginnt mit dem Fund einer Leiche. Als die neugierige Lilly die Polizei verständigt hat, ist der Tote plötzlich spurlos verschwunden.

Doch Lilly läßt nicht locker. Da können der verschnupfte, genervte Oberinspektor Becker und sein leicht schreckhafter Kriminalassistent Goddard zweifeln, soviel sie wollen.

Der Tote müsse ihr Chef Richard Marschall gewesen sein, meint Lilly. Als der dann quicklebendig auftaucht, ist die Verwirrung groß. Gott sei Dank gibt es schließlich doch noch eine Leiche und Lilly kann die Arbeit des fiebergeschüttelten Inspektors tatkräftig fortsetzen, um am Ende den Mörder zu entlarven.

"Applaus", die Laienspielgruppe der Wanderjugend des Eifel- und Heimatvereins Breinig, feierte mit "Keine Leiche ohne Lilly" bereits ihre dritte Premiere mit einem Theaterstück. Auch diesmal hatten die Beteiligten einen Großteil ihrer Freizeit geopfert, um diese sehenswerte Aufführung auf die Bühne bringen zu können. Es wurde auch diesmal ein voller Erfolg.

Der fast schon professionelle Rahmen mit einer tollen Kulissengestaltung und hervorragender Tonqualität stand den schauspielerischen Leistungen ebenbürtig gegenüber. Besonders Clemens Bauer als der von Grippe und Lillys lockerem Mundwerk geplagte Inspektor wußte zu gefallen.

Aber auch der Rest des Ensembles machte seine Sache hervorragend. Ansgar Haller als Goddard, Andreas Koke in der Rolle des angeblichen Mordopfers überzeugten genauso wie Claudia Braun als Gattin des Chef, Lukas Rößeler als smarter Nachwuchskarrierist und Birgitta Koke und Claudia Thönnißen als Firmenangestellte. Die Regie von Heinz Milcher setzte die Handlung dabei stets wirkungsvoll in Szene. Mit kleinen Pointen, wie etwa der Wärmeflasche im Hosenbund des verschnupften Inspektors oder dem "Pink Panther" Thema vor dem Spannungshöhepunkt, sorgte die Inszenierung für den richtigen Pfiff. Applaus auf offener Szene belohnte die Jungen und Mädchen des Eifelvereins und ihre erwachsenen Helfer am Ende für einen tollen Theater-Abend. (Stolberger Volkszeitung vom 11. November 1991)

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