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Das fliegende Klassenzimmer

Spiel in 18 Bildern nach Erich Kästner

Besetzung Presse-Echo

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Besetzung

Erzähler: Ewald Haller
Dr. Bökh: Ansgar Haller
Nichtraucher: Clemens Bauer
Uli von Simmern: Judith Kontny
Mathias Selbmann: Katrin Preckel
Johnny Trotz: Florian Richarts
Sebastian Frank: Anke Pfaff
Martin Thaler: Nicola Kontny
Rudi Kreuzkamm: Felix Nüsser
Theodor: Andrea Engels
Professor Kreuzkamm: Günter Derks
Egerland: Theresa Schwaderlapp
Fridolin: Andrea Thum
Realist 1: Daniela Herpers
Realist 2: Claudia Savelsberg
Wawerka: Andreas Herrmann
Frau Egerland: Katja Noack
Weitere Realschüler: Hannah Oswald
Stefan Derks
Michael Derks
Mark Noack
Weitere Gymnasiasten: Susanne Laumen
 
Bühnenbild: Helmut Grosser
Josef Milcher
Bühnenbau: Josef Kehren
Albert Lützeler
Heinrich Schwering
Maske: Brigitte Noack
Monika Thum
Dekoration: Gertrud Lützeler
Requisite: Gaby Schön
Technik: Clemens Bauer
Martin Derks
Thorsten Schön
Stefan Thum
Souffleuse: Kathi Milcher
Regie: Karla Preckel / Elke Clermont
Gesamtleitung: Heinz Milcher

Presseecho

Schwierige Premiere brilliant gemeistert

Das über 60 Jahre alte Werk Erich Kästners hat bis heute nichts von seiner Aktualität verloren. Auch heute haben die Heranwachsenden viele Probleme zu bewältigen, fühlen sich dabei oft von den Erwachsenen unverstanden. Erich Kästner machte deutlich, daß Unterstützung und Hilfestellung für die Kinder unerläßlich sind, wenn wirklich etwas fürs Leben gelernt werden soll. Das geht nur, wenn die Erwachsenen sich in die Kinderseelen einfühlen können und sie ernst nehmen. An dieses schwierige Thema wagte sich die Jugendgruppe der Theatergruppe "Applaus" des Breiniger Eifel- und Heimatvereins, die - natürlich mit Hilfe von Erwachsenen - nach einer gelungenen Premiere am Samstag wieder einmal einen großen Erfolg für sich verbuchen konnte. Dieses Werk Erich Kästners wurde zwar einmal verfilmt, aber es gibt kein eigentliches Rollenbuch, da "Das fliegende Klassenzimmer" nie als Bühnenstück gespielt wurde. Das war natürlich eine große Herausforderung für Heinz Milcher, der mit viel Sachverstand, aber auch mit viel Humor und Phantasie diese schwierige Aufgabe meisterte.

Ein Erzähler (Ewald Haller) führte in kurzen Passagen durch das Stück, das in 18 (!) Bildern gespielt wurde. Eine Meisterleistung vollbrachten da auch die Bühnenbildner, die die Kulissen bauten und Hintergrundbilder malten, so daß sich die Zuschauer zu jeder Zeit orientieren konnten.

Diese vielen verschiedenen Spielorte machen eine Bühnenaufführung ungeheuer schwierig, aber die Breiniger lösten dieses Problem glänzend - ein passender Untertitel wäre vielleicht "Die fliegenden Kulissenschieber". Die Kinder und Jugendlichen spielten sich - deutlich von Lampenfieber geprägt - die Seele aus dem Leib. Monatelang hatten sie geübt, um ihre Rollen zu lernen und spielten glaubwürdig sich selbst.

Rivalitäten zwischen zwei Schulen, einem Internat und einer Realschule, waren der Ausgangspunkt. Der Höhepunkt der schwelenden Auseinandersetzungen war die Entführung eines Gymnasiasten und der Raub eines Stapels Diktathefte (wunderbar, wie sich der ewig hungrige und rechtschreibschwache Mathias (Katrin Preckel) darüber freuen konnte). Die Internatsschüler hatten ihren väterlichen Freund und Berater im "Nichtraucher", der einsam in einem Eisenbahnwaggon in einem Schrebergarten lebt. Ein zweiter Freund war der verständnisvolle Hauslehrer Dr. Bökh (Ansgar Haller), den sie aber in diesem Fall nicht um Hilfe bitten konnten.

Eine gewaltige Prügelei zwischen den Klassen drohte, doch der Nichtraucher mahnte: "Wozu sollen sich alle prügeln?" Also wurde ein Zweikampf ausgetragen, der den Namen "Stunt" durchaus verdiente und trotzdem den Kindern im Saal verdeutlichte, daß sich Schauspieler nie wirklich gegenseitig verletzen, was im Film oder Fernsehen leider nicht klar ist. Inzwischen hatte man aber auch das Versteck des Entführten ausfindig gemacht und ihn gekonnt befreit.

Das Diktat mußte aber dann neu geschrieben werden, wobei Heinz Milcher als Autor keine orthographische Gemeinheit ausließ. Der Lehrer (Günter Derks) verlangte "zylindrisch geformte, in Stanniol verpackte Mentholbonbons gegen Rachenkatarrh aus einer libyschen Zuckerfabrik" und ähnlich furchterregende Wörter.

Da war der kleine Uli von Simmern (Judith Kontny) als Primus eine große Hilfe. Er, der auch das Theaterstück der Gymnasiasten in der Schule geschrieben hatte ("Das fliegende Klassenzimmer", eine Zukunftsvision über Geographieunterricht im Flugzeug), wollte aber etwas gegen sein Image als Angsthase tun und sprang vor aller Augen mit einem Regenschirm in die Tiefe. Seine Klassenkameraden waren über diese Reaktion auf ihre Hänseleien doch erschüttert, doch war dies der Auslöser für ein Happyend für alle Beteiligten.

Happy waren auch die Schauspieler und die vielen Helfer hinter den Kulissen, allen voran die Spielleiterinnen Karla Preckel und Elke Clermont und der Gesamtleiter Heinz Milcher. Begeistert applaudierte das Premierenpublikum in Anerkennung dieser guten Leistungen. (Stolberger Zeitung vom Januar 1998)

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