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Kalif Storchvon Wilhelm Hauff
Klicken Sie auf die Fotos, um sie zu vergrößern PresseechoApplaus für Kalif Storch Applaus für "Applaus". Mit Bravour meisterten die Kinder der Theatergruppe "Applaus" des Eifel- und Heimatvereins Breinig ihren ersten großen Auftritt auf den Brettern, die für manche die Welt bedeuten. Es war einfach märchenhaft, wie am Samstag abend das Nachwuchsensemble, das in der Mehrzweckhalle Breinig das Märchen von Wilhelm Hauff über "Kalif Storch" umsetzte, das Stück mit Leben erfüllte. Die Geschichte über Chasid, den Kalifen von Bagdad ist schnell erzählt: Der
junge Herrscher ist glücklich und zufrieden, wird von seinen Untertanen
geliebt. Eine bösartige Zauberin neidet dem Kalifen jedoch sein Glück, da sie
lieber ihren Sohn auf dem Herrscherthron sehen möchte. Intrigen und lustige
Ereignisse bestimmen von nun an die Szenerie - bis zum (natürlich) glücklichen
Ende der Geschichte, wo der Kalif den letzten Mosaikstein zum vollendeten
persönlichen Glück erhält: Die Frau seines Herzens, die er immer schon
suchte. Von "Mutabor", einem alten Pergament und einer wundersamen Verwandlung Mit einem 75 Jahre alten Märchen rissen 25 junge Schauspieler der Theatergruppe "Applaus" ihr zahlreich erschienenes Publikum in den Bann. Es wurde eine Aufführung gekonnt dargeboten von den Acht- bis Dreizehnjährigen. Eingeübt hatten die Laienspieler das orientalische Märchen "Kalif Storch" von Wilhelm Hauff seit April. Ob man das Ergebnis nur noch laienhaft nennen kann, ist jedoch fraglich. Richtige Theatereffekte: Nebel, tosender Donner, Blitz und eine jeweils passende Musik - außerdem eine Souffleuse, aufwendige Kostüme und wunderschöne Bühnenbilder taten zu den Leistungen der jungen Akteure ihr übriges. Der Vorhang wird beiseite geschoben, der Blick wird frei für das Gemach des erhabenen Kalifen von Bagdad. Wie es einer waschechten Hoheit gebührt, liegt er entspannt in seinem Sessel, die Beine hochgelegt, und läßt sich von seinen vier ergebenen Sklaven ein bißchen Wind um die Nase fächeln, bevor er geruht, sich sein Frühstück einzuverleiben - natürlich nicht ohne erst einen Vorkoster heranzulassen. Geld beziehungsweise Gold ist nicht alles im Leben, und auch dem Kalifen (Susanne Milcher) fehlt etwas zu seiner Glück - eine geliebte Gemahlin an seiner Seite. Und wenn das nicht möglich ist, dann doch wenigstens etwas Aufregendes, ein Abenteuer zum Beispiel. So kauft er von einer Krämerin, die eigentlich die Zauberin Kaschnura (Thalia Dekker) ist, ein geheimnisvolles schwärzliches Pulver und das dazugehörige, mit rätselhaften Schriftzeichen beschriebene Pergament. Setim der Gelehrte (Martin Köpke) entschlüsselt es und erklärt seinem Gebieter, daß derjenige, der dieses Pulver schnupft, dreimal gen Osten neigt und das Zauberwort "Mutabor" spricht, sich in jedes Tier verwandeln kann und zudem dann auch dessen Sprache verstehen würde. Der einzige Haken ist jedoch, daß nur das geringste Lachen den Verwandelten für immer in seiner Gestalt belassen wird. Dies erscheint dem Kalifen als ungefährlich und so schnupfen er und sein Großwesier (Jan Savelsberg) das Pulver und werden unter riesigen Getöse zu zwei langbeinigen Störchen . . . wie es weitergeht wird nicht verraten. (Stolberger Nachrichten vom 11. November 1992) |
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