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Emil und die Detektivevon Erich Kästner
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PresseechoDas Verlorensein in der Großstadt ist hautnah zu spüren Die Theatergruppe "Applaus" bietet am Wochenende zwei weitere Aufführungen von "Emil und die Detektive" im Kulturzentrum. Stolberg. Zeitgerechte Kostüme, selbstgemalte Berlin-Kulissen, auf eine Leinwand projiziert, und kleine und große talentierte Schauspieler: Bei der Premiere ihres Stückes "Emil und die Detektive" im Kulturzentrum Frankental machte die Theatergruppe "Applaus" des Eifel- und Heimatvereins Breinig ihrem Namen alle Ehre. Die vielen Vorbereitungen, besonders das Auswendiglernen der Texte zahlte sich für die 36-köpfige Gruppe unter der Leitung von Heinz Milcher endlich aus, denn nicht nur die kleinen Zuschauer waren von dem alten Erich Kästner-Klassiker begeistert. Die Inszenierung war der Gruppe wirklich gelungen: Zwischen den Szenen füllte Erzählerin Karola Baade, die am Bühnenrand neben einem alten Plattenspieler Platz genommen hatte, die Lücken der Geschichte von Emil Tischbein (Lukas Schwaderlapp). Der bricht in den Ferien aus seinen bescheidenen Verhältnissen in die große Stadt Berlin aus, um seine Oma (Karla Preckel / Ute von Drahten) und die Cousine Pony Hütchen (Karen Erichsen) zu besuchen, gerät auf der Zugfahrt in gehörige Schwierigkeiten. Da stiehlt ihm doch dieser seltsame Mann, der sich als Herr Grundeis (Clemens Bauer) ausgibt, sein Geld, während Emil eingenickt ist. Jetzt ist er ganz allein und auch noch ohne Geld in der großen Stadt. Während seine Großmutter und Pony Hütchen vergeblich auf ihn warten, lauert Emil dem "Halunken" Grundeis hinter einer Litfaßsäule (das berühmte Symbol der Geschichte) hinterher. Da trifft er auf den kleinen Gustav mit der Hupe (Niklas Wolff). Begeistert von Emils Geschichte und der Aussicht auf ein Abenteuer will der ihn direkt bei der Verfolgung des Gauners unterstützen. Und nicht nur er, denn kurzum trommelt er eine ganze Bande Straßenjungen zusammen. Bei der ersten Beratung werden die Aufgaben verteilt und schnell kristallisiert sich die Rangordnung unter Emil und seinen Detektiven: Während der Professor (Franziska Fellerhoff) die Organisation in die Hand nimmt und mit einigen Auserwählten die Verfolgung aufnehmen will, muss der kleine Dienstag den langweiligen Telefondienst (Claudia Kontny) übernehmen. Fest steht, dass Grundeis das Geld freiwillig herausrücken soll, es zurück zu klauen, kommt für die kleinen Detektive nicht in Frage. Wie sie ihren Plan in die Tat umsetzen und ob sie es wirklich schaffen, den Täter zur Strecke zu bringen, soll hier noch nicht verraten werden. Schließlich wird das Stück wieder am 24. und 25. September jeweils um 16 Uhr im Kulturzentrum zu sehen sein. Fest steht, dass es nicht nur Spannung und Lacher garantiert, sondern auch versteckte tiefgründige Botschaften bereit hält: Das Verlorensein in der Großstadt bekommt der kleine Emil hautnah zu spüren: "Berlin ist so großartig, aber ob ich immer hier wohnen wollte?! Alles ist so unübersichtlich!". Die Bedeutung, die Geld und Freundschaft in Emils Leben zukommen, erzählt er dem Professor: "Wenn man wenig Geld hat, redet man viel darüber. Zwar haben Muttchen und ich nicht viel, dafür verbringen wir aber viel Zeit miteinander." Dass außerdem Zusammenhalten das Wichtigste ist und jede Aufgabe, auch die des kleinen Dienstags, am Ende zählt, wird Emil und den Detektiven während ihres Abenteuers bewusst. (Stolberger Zeitung vom 22.09.2005) |
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