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Der Ehestreikvon Julius Pohl
Klicken Sie auf die Fotos, um sie zu vergrößern - Fotograf: Walter Otto Unsere schönsten Theaterfotos können Sie als Ecards versenden Besetzung
Presseecho"Ehestreik": Viel Applaus für die Theatergruppe "Applaus" Stolberg: Stutenbissigkeit ist ein Übel, das man bisweilen nicht nur bei Pferden feststellen kann. Die bayerische Mundart gibt sprachlich diesbezüglich sehr viel her: Sonst friedliebende Weibsbilder können ganz schön "grantig" werden, wenn "ein fesches Madel" aufkreuzt und die "Mannsbilder ganz narrisch" macht. In dem Schwank "Der Ehestreik", am Samstag aufgeführt von der Gruppe "Applaus", wird das Thema nach Machart des Volkstheaters verarbeitet. "Applaus" ist ein Kind des Breiniger Eifel- und Heimatvereins und hat seinen Namen wahrlich verdient. Bei der Premiere im Kulturzentrum Frankentalstraße sind die Mitglieder in Hochform. Einige Ensemblemitglieder sind so gut, dass sie durchaus als Profischauspieler durchgehen könnten. Vor Spielfreude sprüht förmlich Herbert Schön, der den Vater Josef mimt. Wenn er auch gerne schönen Weibsbildern auf die wohlgeformten "Haxen" schaut, ist er im Grunde seines Herzens doch eine treue Seele. Sein Herz schlägt für seine Annemie, wunderbar gespielt von Uschi Faust. Die beweist Mut zur Hässlichkeit, trimmt sich auf altbackene Landfrau, trägt Kittel, dicke Nylons und schluppt in Filzpantoffeln über die Bühne Wenn Frauen sich zusammen rotten, ist Gefahr im Vollzug: Das müssen die Männer in dem von Julius Pohl geschriebenen Schwank sehr schnell feststellen. Seitdem die bildhübsche Kellnerin Hanni in der Dorfkneipe "im Bären" bedient, zieht es die männlichen Bewohner magisch dorthin. Der große Andrang führt nicht nur im Haus des frisch verheirateten Schmieds Jochen (Marco Schüller) zu Unfrieden. Frau Bürgermeistern (Nicole Monath) trommelt deshalb die Frauen des Dorfes zusammen und ruft der weiblichen Solidarität wegen zum Generalstreik auf. Komische Verwicklungen und Verwechslungen bleiben da natürlich nicht aus, die Lachmuskeln der Besucher werden gehörig attackiert. Herrlich komisch beispielsweise die Szene, als die Dorffrauen mit Hochwürden (Clemens Bauer) am Tisch sitzend und eifrig Schnaps trinkend Pläne schmieden, wie sie ihre Ehemänner an die Leine nehmen können. Die Liebe zum Detail der Beteiligten ist augenfällig. Das sieht man an den Kostümen, an der Bühnendekoration und am Bühnenbild. Und natürlich am schauspielerischen Engagement, mit dem die Laiendarsteller auf der Bühne ihre Rolle einnehmen. Der tosende Beifall am Ende ist deshalb mehr als verdient. Die Gesamtleitung hatte Heinz Milcher, Regie führte Jan Savelsberg. In weiteren Rollen zu sehen waren Ute von Drathen, Christian Pfaff, Ulrich Pfaff, Karla Preckel, Anna Schleich, Katharina Conrads, Annette Dohmen und Elke Clermont (Stolberger Zeitung vom 15.10.2007). |
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