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Schöne Bescherungen

von Alan Ayckbourn

Besetzung

Presse-Echo

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Besetzung

Neville: Marco Schüller
Belinda, seine Frau: Christina Milcher
Phyllis, seine Schwester:     Susanne Milcher
Hilde, seine Tante: Birgitta Koke
Bernhard, Phyllis Mann: Ansgar Haller
Sarah, Belindas Schwester: Ute von Drathen
Eddie: Andreas Koke
Pattie, seine Frau: Petra Stadelmeier
Clive: Jan Savelsberg
   
Regie: Melanie Kretschmer
 
Bühnenbild: Melanie Kretschmer
Bühnenbau: Josef Kehren
Albert Lützeler
Heinrich Schwering
Willi Thiesen
Maske: Brigitte Noack
Rita Derks
Technik: Clemens Bauer
Stefan Thum
Uschi Faust
Souffleuse: Kathi Milcher
Elke Clermont
Karla Preckel
Gesamtleitung: Heinz Milcher

Presseecho

Theatergruppe "Applaus" spielte eine bitterböse Komödie im Kulturzentrum Frankental

Applaus für eine "schöne Bescherung"

Schöne Bescherung. Die bitterböse Komödie der Theatergruppe Applaus aus Breinig heißt so. Am Samstag und Sonntag führten die Schauspieler ihr Stück im Kulturzentrum auf.

"Wie heißt denn dein Stück in diesem Jahr? fragt Belinda Bunker (Christina Milcher) Bernhard (Ansgar Haller). Sie will wissen ob auch diesmal das obligatorische Weihnachtsstück zur Aufführung gelangt. Weihnachten, das Fest der Liebe, ist nämlich bei den Bunkers zu einer abgestandenen Gewohnheit verkommen.

Abwechslung in die monotone Familienfeier bringt der Überraschungsgast, der junge Schriftsteller Clive Morris (Jan Savelsberg). Plötzlich werden sich die Frauen der Familie ihrer Sehnsüchte bewusst. Clive Morris ist ab sofort der Star des Abends - alles dreht sich nur noch im den Literaten. Das Verhängnis nimmt seinen Lauf, am Ende siegt zwar die Vernunft, doch mit dem eintönigen Weihnachtsritual ist es für alle Zeiten vorbei. Die zehn jugendlichen Darsteller beherrschten die schwierige Materie meisterlich und gaben der Inszenierung von Alan Ayckbourn den nötigen Pfiff. Mit viel Witz und Situationskomik zogen die Breiniger Akteure das Weihnachtsritual durch den Kakao. Die Zuschauer waren begeistert, immer wieder unterbrachen sie das Spiel mit spontanem Szenenapplaus. Ein bis auf den letzten Platz gefüllter Theatersaal sprach für sich. Kulissen und Kostüme entstanden weitgehend in Eigenarbeit. Den Bühnenbau managte Josef Kehren - die Regie führt Melanie Kretschmer, die Gesamtleitung hatte Heinz Milcher. Technik und Maske lagen in den Händen von Clemens Bauer, Stefan Thum, Brigitte Noack und Rita Derks. Theaterspielen hat im Eifel- und Heimatverein Breinig eine lange Tradition. Mit der diesjährigen Aufführung wurde bereits das vierzehnte Stück auf die Bühne gebracht. Noch in diesem Jahr soll die Kriminalkomödie "Arsen und Spitzenhäubchen" folgen. Die nächste Aufführung von "Schöne Bescherungen" findet übrigens am Samstag, 27. Januar um 19.30 Uhr im Kulturzentrum, Frankentalstraße statt. (Stolberger Nachrichten vom 22. Januar 2001)


Eine wahrhaft "schöne Bescherung"

Theatergruppe "Applaus" aus Breinig überzeugt Zuschauer mit schwarzem Humor

Wenn auch die Weihnachtszeit schon vorbei ist, mit dem tragikomischen Stück "Schöne Bescherungen" von Alan Ayckbourn machte die Theatergruppe "Applaus" aus Breinig den Liebhabern dieses Genre ein verspätetes doch darum ein um so schöneres Geschenk; eine Bescherung voller Überraschungen in einer Inszenierung von Melanie Kretschmer und unter der Gesamtleitung von Heinz Milcher, die dem Anspruch und der Aussage dieser so genannten "Gesellschaftskomödie" voll gerecht wurde.

Locker leichtes, übliches Boulevard-Theater ohne Tiefgang sind die "Schönen Bescherungen" nicht, die da an den Weihnachtstagen im Hause von Neville und Belinda Bunker präsentiert werden, wozu wie jedes Jahr die gleichen Verwandte und Freunde eingeladen sind.

Da wird doch einiges an verkorksten Charakterzügen und in den Beziehungen zu einander bloß gelegt. Jeder versucht sich auf seine Weise zu amüsieren, sieht nur seine Interessen, will seinen Willen, seine Eigenheiten durchsetzen. Man reagiert aggressiv oder hört nicht zu, redet aneinander vorbei oder Schlechtes über den anderen. Das ändert sich auch nicht, als mit dem Schriftsteller Clive Morris ein neues Gesicht auftaucht. Obwohl ein wenig Unruhe und Verwirrung aufkommt - von der besonders die Gefühlswelt der Frauen betroffen zu sein scheint - bleibt eigentlich alles so, wie es schon immer war, auch wenn der neue Gast zum Schluss als vermeintlicher Einbrecher fast zu Tode kommt.

All das hat der Autor in eine pointierte Sprache verpackt, die die Wesenszüge der einzelnen Personen treffend skizziert und aus der heraus sich Szenen entwickeln, in denen der schwarze Humor blüht und Komödiantisches voll zum Zuge kommen kann, wenn denn die Gestaltung stimmt.

Das junge Ensemble mit Marco Schüller als Neville, Christina Milcher als seine Frau Belinda, Susanne Milcher als seine Schwester Phyllis, Ansgar Haller als deren Mann, Ute von Drathen als Belindas Schwester Sarah, Andreas Koke und Petra Stadelmaier als das Ehepaar Eddie und Pattie, Jan Savelsberg als Clive Morris sowie Birgitta Koke als Tante Hilde spielten für eine Laientruppe professionell gut.

In Sprache und Handlung trafen sie den darzustellenden Typus vollauf. Vor allem gelang es ihnen, ihre Rolle nicht zu überzeichnen, Ernsthaftigkeit und Witz neben einander gelten und nichts in Klamauk abgleiten zu lassen. Bemerkenswert und gekonnt waren auch die Lebendigkeit und Natürlichkeit der Akteure, ihre sichere Gesprächsführung, insbesondere beim raschen Wechsel zwischen den verschiedenen räumlich abgetrennten Gruppen. Für all das gab es des öfteren Beifall auf offener Szene.

Das Bühnenbild von Melanie Kretschmer mit sorgfältig und passend gewählten Requisiten, das Josef Kehren, Albert Lützeler, Heinz Schwering und Willi Thiesen geschickt aufgebaut hatten, sorgte für einen sicheren und effektvollen Handlungsablauf.

Die Technik unter Clemens Bauer, Stefan Thum und Ralf Sterck funktionierte bestens. Ein großes Lob ebenfalls Brigitte Noack und Rita Derks von der Maske sowie den Souffleusen Kathi Milcher, Elke Clermont und Karla Preckel. Langanhaltender Applaus für diese "Schöne Bescherung". (Stolberger Zeitung vom 23. Januar 2001)

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